2. Schädliche Inhaltstoffe in Fertigfuttermitteln Ernährungsbedingte Erkrankungen und Krebserkrankungen unserer Tiere häufen sich in beängstigendem Ausmaß. Hunde und Katzen sterben bereits in frühen Jahren oder erkranken an Organstörungen, Krebs, Diabetes, Arthrose, an chronischen Entzündungen der Verdauungsorgane sowie des Darmes. Allergien auf Futtermittel werden immer häufiger. Kein Körper erträgt über längere Zeit eine solche Tortur unbeschadet. Unsere Haustiere werden heute in zunehmendem Maße durch giftige oder minderwertige Inhaltsstoffe in Fertigfuttermitteln geschädigt. Die wichtigsten Gründe für ernährungsbedingte Erkrankungen unserer Tiere sind giftige Chemikalien oder minderwertige Produkte in der Nahrung.  Viele Hersteller von Tiernahrung weichen aufgrund von Profitzwecken auf billige Arten der Nahrungskonservierung aus. Anstatt das Futter durch die üblichen Varianten mit natürlichen Antioxidantien wie Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin E und Selen zu konservieren, verwenden viele Hersteller hochgradig giftige oder schädliche chemische antioxidative Stoffe wie BHA (E320), BHT (E321), Propylgallate (E310) oder Ethoxyquin. Diese Toxine werden auf der Verpackung meist in kleiner Schrift am Ende der Inhaltstoffangaben unter dem Begriff “EG-Zusatzstoffe” oder als E-Nummern deklariert. Für den Körper bedeutet die Zufuhr von belastetem Futter harte Arbeit. In der Leber werden fettlösliche Stoffe gespeichert und belasten so das Organ, wenn diese sich kumulieren. Im schlechtesten Fall werden sie sogar im Fettgewebe abgelagert und können so bei einer Zehrung der Fettreserven Jahre später wieder in Erscheinung treten und in den Blutkreislauf gelangen. Die Folgen zeigen sich als vielfältige Leberbeschwerden, Vergiftungen, Organversagen, Allergien oder krebsartige Erkrankungen. Bei wasserlöslichen Stoffen wird ebenso im großen Maße die Niere (z.B. Salzüberschuss, Karamell und Zucker in Katzennahrung) belastet. Auch der Darm kann davon betroffen sein. Ich empfehle dringend, belastete Nass- wie auch Trockenfutter zu umgehen! Prüfen Sie jede Packung vor dem Kauf auf den Begriff „EG-Zusatzstoffe“ oder auf die dazugehörenden E-Nummern. Sie werden erstaunt sein, wie häufig Sie leider auf diese Begriffe stoßen werden! Es sind mittlerweile einige hochwertige Futter und Leckereien auf dem Markt zu kaufen. Diese finden Sie weder in Lebensmittelläden noch in tierärztlichen Praxen – sondern in Tierfachgeschäften oder in Internet-Shops. Seien sie kritisch und durchleuchten Sie auch scheinbar hochwertige Produkte auf ihre wirkliche Qualität! Kleine Übersicht schädlicher oder minderwertiger Inhaltsstoffe Soja, Weizen, Mais:  Sind laut wissenschaftlichen Untersuchungen die Hauptauslöser unterschiedlicher Allergien. In das industriell hergestellte Futter kommen in den meisten Fällen außerdem höchstens die Abfallprodukte dieser Getreidesorten. Maismehl ist der gemahlene ganze Maiskolben! Getreide aus gentechnisch manipuliertem Saatgut: 80% der weltweit erzeugten Sojas sowie ein Großteil an Weizen und Futtermais - speziell in den USA - stammen aus genmanipuliertem Saatgut. Braureis:  Ist der ausgelaugte Rest aus der Bier- und Schnapsherstellung.   Tierische Fette, Geflügelfette:  Meistens Abfall. Diese Fette müssen dehydriert werden, um sie im Hundefutter zu verwenden. Eine Folge davon ist, dass sie oft ranzig werden. Eine US-Studie ergab eine erhöhte Krebsgefahr sowie die Zunahme von Tumoren und Herzproblemen. Des Weiteren werden oft Abfallprodukte wie altes Frittierfett, als "wertvolles Fett" verarbeitet. Der Dioxinskandal in Belgien wurde durch eben solches, verunreinigtes Fett, das dem Futter zugefügt wurde, ausgelöst.  Die meisten "Tierkörperbeseitiger" in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung. Neueste Untersuchungen in der Schweiz kamen zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der "Futterfette" mit Mineralöl verseucht ist. Eier:  Auch hier ergaben Proben und Untersuchungen deutliche Anzeichen von Verunreinigung mit Mineralöl. Zuckerrübenbrei, Mais-, Weizen- und Reisgluten:   Klebriger eiweißhaltiger Rest aus der industriellen Verarbeitung. Hält Giftstoffe im Körper fest, sodass diese nicht sofort auf natürliche Art ausgeschieden werden können (Durchfall verhindern). Resultat ist eine Überfunktion von Nieren und Leber, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen. Sonnenblumen-, Mais- und Distelöl:  Hoher Konsum von Sonnenblumenöl begünstigt Veränderungen im Erbgut, die zu Krebs führen können. Das Schwedische Institut für Krebsforschung fand in neusten Untersuchungen heraus, dass diese Öle die Krebsentstehung um bis zu 60% beeinflussen können. In Versuchslaboren wird schon seit Jahren Sonnenblumenöl an Ratten zur Wachstumsbeschleunigung der Tumore gefüttert. Tierische Nebenerzeugnisse:  Es können enthalten sein: Hirn, Lunge, Nieren, Blut, Knochen, Wolle, Hörner, Gewebe, Sehnen, Haut, Urin, Mägen, Därme, Drüsensekrete, Hormone aus Fruchtblasen. Dies von allen Tieren! Bedenken Sie, dass tausende von Tieren jährlich in Versuchsanstalten, beim Tierarzt oder auf der Straße verenden. Tierische Nebenprodukte stammen meistens aus Abdeckereien. Zum Teil stammen diese Zutaten auch aus Rücklieferungen verdorbener Waren aus Supermärkten und Großküchen. Eine preiswerte Möglichkeit, Reste zu entsorgen! Grieben:  Ein Produkt aus der Tierkörperbeseitigung. Aus Innereien wird das Fett ausgelassen. Geflügelnebenprodukte:  Dies sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin und Federn. Meistens werden über die Tiernahrung die jährlich zu Millionen anfallenden ausgedienten, mit Medikamenten und Chemikalien vollgestopften Hühnern aus Legebatterien entsorgt. Digest: Eine Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wird. Somit eine chemisch vorverdaute Nahrung! Pflanzliche Nebenprodukte, Cellulose: Hier werden alle Reste und Abfälle der Getreideverarbeitung verwertet: Erdnusshülsen, verdorbenes Getreide, Stroh, Nussschalen, Reste aus der Herstellung von Müsli (als Cerealien bezeichnet). Salz, Zucker, Karamell, Lockstoffe: Salzgeschmack wird hauptsächlich zur besseren Akzeptanz des Futters zugefügt. Dies ist auch ein Grund, warum häufig Urin als "tierisches Nebenprodukt" genommen wird. Auch dadurch entsteht ein Salzgeschmack. Der Hersteller braucht Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufzuführen, was im ersten Moment positiv aussieht. Zucker oder Karamell ist in Katzenfutter überflüssig. Es dient lediglich zur Geschmacksverbesserung und um die Konsistenz weicher zu machen. Industriezucker kann zusätzlich zu Karies führen und auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse sowie der Analdrüsen verursachen. Die inneren Organe werden belastet - was bei Katzen im fortgeschrittenen Alter oft zu Organversagen (Nieren- und Pankreasinsuffizienz) führt. Künstliche Farbstoffe: Auch diese verbergen sich meistens hinter E-Nummern und können nachweislich an Krebserkrankungen und Allergien beteiligt sein. Unterschiede in der Deklaration Hersteller nutzen Deklarationsunterschiede, um qualitative Mängel ihrer Tiernahrung zu vertuschen. Eine Zusammensetzungsdeklaration lesen Sie folgendermaßen: Reihenfolge der Inhaltsstoffe = Mengenanteil !  Dabei zu beachten sind die Deklarationsunterschiede, durch welche bei genauer Analyse Inhaltsstoffe in Tat und Wahrheit bis auf eine der letzten Plätze rutschen. Sprich, die meisten Futtermittel bestehen hauptsächlich aus Getreide und wertlosen Getreideabfällen (beides belastet den Darm enorm) sowie sehr wenig Fleisch (wenn überhaupt!) und tierischen Nebenprodukten. In den meisten Fällen werden auch tierische Substanzen von fragwürdiger Herkunft und schlechter Qualität verarbeitet. Miese Qualität also, welche als teure Top-Qualität verkauft wird! Wäre dies noch nicht alles genug, werden diese "Tiernahrungen" anhand von Tierversuchen auf grausamste Weise an Hunden und Katzen getestet.                       (siehe bei PETA) Hier eine kurze Erklärung der Deklarationen  auf Trockenfutterpackungen  zusammen mit der englischen Bezeichnung: Truthahn (= Turkey By-Products): Nebenprodukte! Schlachtmüll! In deutschem Text kann dies aber als "Truthahn" ohne die Nennung von "Nebenprodukten" deklariert werden. Wird noch getrocknet. Truthahnfleisch (= Turkey): Ist Fleisch (zum größten Teil), ABER gewogen als Frischfleisch VOR dem Trocknen (Trick!).  Über 70% des Fleisches ist Wasser und Fett. Wenn nun das Wasser entzogen wird und das Truthahnfleisch zu Truthahnfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So kann es vom 1. Platz der Inhaltsliste zum 4., 5. oder 10. Platz in der Inhaltsliste abrutschen. Truthahnfleischmehl (= Turkey Meal):  Das Fleisch NACH dem Trocknen. Sinkt also in der Inhaltsangabe nicht nach unten, weil es so verwendet wird, wie es ist! Truthahnmehl (= Turkey By-Product Meal): Getrocknete Nebenprodukte! Kein Fleisch! Achtung, Nassfutter: Lamm, Rind oder Huhn? Fast auf jeder normalen Dose Feuchtnahrung ist zu lesen:  "Fleisch- und tierische Nebenprodukte (Lamm mind. 4%)".                               "Na prima", denkt man sich, "wenigstens 4% Lammfleisch, immerhin." Aber Irrtum!  Diese Inhaltsangabe besagt lediglich, dass von den 100% in der Dose nur 4% vom Lamm stammen. Und zwar muss es sich dabei nicht einmal um Muskelfleisch handeln, sondern kann ebenso gut Lammdärme, Lammhirn oder Lammmuskel-gewebe sein. Über die übrigen 96% der Dose gibt es keinerlei Angaben - bis auf das ein Teil davon meist aus Wasser, Getreidenebenerzeugnissen und Chemie (EG-Zusatzstoffe!!!) besteht. Ob zusätzlich Fleisch verwendet wird, noch darüber, von welchem Tier die Produkte überhaupt stammen, wird nicht deklariert. Die Dose kann also z. B. auch 50% Wasser, 30% Getreidenebenerzeugnisse und 20% Rinderschlachtmüll enthalten, aber dennoch als "Lamm"(-Geschmack??) verkauft werden! Einige Hersteller suggerieren so, sie lieferten unseren Tieren geschmackliche Vielfalt, weil sie 20 verschiedene Futtersorten anbieten. Doch vergessen Sie nicht: Tatsächlich unterscheiden sich alle Dosen nur durch die beworbene "Geschmacksrichtung", die aber nur bis zu 4 Prozent des Doseninhaltes ausmacht!  Dies heißt, dass eine "Lammdose" mehr Fisch(abfall) enthalten kann als eine "Lachsdose", eine "Rinddose" mehr Ente(nabfall) als eine "Entendose". Denn: In einer Lammdose können z. B. 4% Lamm und 96% Schwein(abfall) sein. Dies erweist sich als äußerst rentabel und praktisch für den Hersteller, denn man kann immer das in eine Dose hineinfüllen, was gerade am billigsten zu bekommen ist. © animal touch tiertherapie, wanda pulfer, www.animal-touch.ch 1. Tierärztliche Elo®-Zuchtuntersuchungen: HD = Hüfte Für die Untersuchung der Hüfte wird der Hund zur Ruhigstellung narkotisiert. Hunde mit einem Bewertungsergebnis von A1 bis B2 (einheitliche Auswertung durch Gutachter) dürfen in der Elo®-Zucht eingesetzt werden. Patella = Kniescheibe  Hunde mit PL 0 und 1 dürfen in der Elo®-Zucht eingesetzt werden. Die Kniescheibe/Patella ist ein Teil des Kniescheibengelenkes. Sie ist in der Endsehne eines der stärksten Muskeln, dem großen Oberschenkelmuskel eingelagert und über diese Sehne am Schienbein angeheftet. Wird das Gelenk gebeugt, dient die Patella dazu, die Sehne in ihrer Funktion zu unterstützen und ein Abknicken zu verhindern. Zieht sich der Quadrizeps zusammen, wird das Kniekehlgelenk gestreckt. Bei diesen Bewegungen gleitet die Patella wie ein Schlitten in einer tiefen Rinne des unteren Abschnittes des Oberschenkelknochens auf und ab. Wenn nun die Patella diese Bahn, entweder nach innen (medial) oder nach außen (lateral) verlässt, nennt man das Patellaluxation. Die Patellaluxation wird in verschiedene Ausprägungsgrade eingeteilt. Kann die Kniescheibe ihre Bahn nicht verlassen liegt Grad 0 vor. Bei Grad 1 kann die Kniescheibe durch Druck verlagert werden, springt aber spontan wieder in ihre Rille zurück. Eine Einteilung in Grad 2 wird vorgenommen, wenn die Kniescheibe durch Druck verlagert werden kann, luxiert bleibt und nur durch Druck bzw. aktives Beugen und Strecken zurück verlagert werden kann. Die Kniescheibe bleibt danach in ihrer Position, die Bewegungseinschränkungen nehmen aber stark zu. Augen = Untersuchung auf erbliche Augenerkrankungen a) Spaltlampenuntersuchung  Bei der Spaltlampenuntersuchung werden die Lider, die Bindehaut und die vorderen Augenabschnitte (Hornhaut, vordere Augenkammer und Linse) untersucht. Dabei dient die Spaltlampe als Mikroskop. Viele Erkrankungen wie z. B. bestimmte Hornhaut- entzündungen oder der graue Star (Katarakt) können nur mit Hilfe dieser Untersuchung diagnostiziert werden. b) Gonioskopie:  Die Gonioskopie ermöglicht die Untersuchung des Kammerwinkels im Auge. Der Kammerwinkel ist bei einem erblichen Glaukom verändert. Ein Glaukom (grüner Star) kann zur irreparablen Erblindung führen.      Themen:  1. Erklärendes zur Durchführung von Zuchtuntersuchungen 2. Schädliche Inhaltstoffe in Fertigfuttermitteln  ®